Bilder von Wänden.

von Flo

Um Bilder, Jahreszeiten und Licht ging es letzte Woche – und all das im Geiste zu speichern.

Verknüpft damit auch die Frage, für welchen Zweck man diese Erinnerungen behalten sollte, nicht einmal begreiflich machen könnte man sie ja. Ist doch so eine Momentaufnahme das individuelleste, und subjektivste was man so aufbieten kann. Praktisch sieht die Welt im Jahre 2008 aber ein wenig anders aus: Wenn sich Licht und Musik zu einem Bild fügen, irgendein Blick auf eine bekannte, zum alten Bekannten dieses Lebensabschnittes gewordene Wand – dann kann man auch einfach die Digitalkamera auspacken, all das filmen und auf youtube stellen. Zum Beispiel: An einem Herbsttag mit Beirut.

Das Ergebnis kann man langweilig nennen, belanglos, oder beliebig. Und es wäre richtig. – Trotzdem: Ein Blick auf eines der unzähligen Panoramen, die all die einzelnen, durch die Welt geisternden menschlichenden Atome sehen. So unwichtig, dass es schon wieder wahr ist.

Inbegriffen: Mit dem digitalistischen Grieseln und Flirren eine kleine Reminiszenz an die televisionäre “static” der 80er Jahre, die unseren Hochglanzbildern heute manchmal abgeht. Im Äther muss es manchmal rauschen – und umso vergangener und in ihrer Beliebigkeit auf wundersame Weise bewahrt werden diese Bilder und Blicke in menschliche Welten vielleicht einmal wirken.

Frohes Sammeln, eine neue Kunstform, die vielleicht mehr erzählt, als jede Kurzgeschichte. – Vielleicht als kleine Aktion: Filmt Licht und Musik, und verlinkt sie hier. Womöglich tut’s ja wer. Als ein Fenster in den echten Februar 2008, für später mal.

Metadaten:

Einen Kommentar schreiben.



XHTML: Folgende Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>