Bitte hören Sie: Discotheque von Stereo Total

von Mario

Irgendwie ist das ja immer auch eine Rechtfertigungssache. So eine Plattenkritik. Weil, auf das Wesentliche reduziert sagen alle Kritiken das Gleiche: Hören oder Nicht hören. Der Rest ist Rechtfertigung, warum man diesen tonalen Sondermüll schnellstmöglich entsorgen oder diesem Juwel von einer Platte einen Schrein errichten sollte.

Es geht um “Discotheque” von Stereo Total. Stereo Total, hmm wer war das noch gleich? -L’amour à trois… Bitte? -Liebe zu dritt… Ahhh… Es bleibt doch immer das Selbe hängen. Stereo Total also haben ein neues Album, nicht wirklich neu, es erschien bereits im Frühjahr dieses Jahres, aber nun ja, ich habe es eben erst jetzt in die Finger gekriegt. Der erste Eindruck? Grauenvoll, lauter wild- psychedelische Remixe(s?) von mir unbekannten Liedern. Der zweite Eindruck? Moment, das wusstest du doch vorher. Dass “Discotheque” ein wilder, elektronischer Nintendoremix vergangenen Stereo Total und befeundeten Liedgutes wird.

Und, je länger man das Album hört, desto mehr verblasst die anfängliche Irritation und gibt den Kopf frei für eine abgefahrene Reise auf unausgetretenen Pfaden. Erstes Highlight der Kreuzfahrt ist “Mars Rendevous” das an ein verrücktes elektro Mash- Up aus Bond Themes, 80er Serienmelodien und Teilen des Pulp Fiction Soundtracks erinnert. Dicht gefolgt von einem wunderbaren Gameboyliebeserklärungsremix von “Je rêve encore de toi” und gekrönt vom schräg verzerrt und hochgepitchten “Bad news from the stars”. Mein absoluter Lieblingstrack auf der CD. Auch die noch nicht namentlich erwähnten zehn Tracks sind hörenswert, besonders die “Chelsea Girls” und “Everybody in the discotheque (i hate)” stechen noch ins Ohr. In diesem Sinne:

Bitte hören Sie: Stereo Total “Discotheque”.

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