Catch me

von Matthew

Weg von alledem. Von den Spielchen die wir tagtäglich treiben. Das muss so sein, du musst das machen, nein, sie müssen dies tun… unser eigener Ideenkäfig an den wir vom ersten Tag an bauen. Und finden ihn noch nützlich, bestaunen ihn weil wir an den Rungen hinaufklettern können. Wehe aber dem, der zwischen die Gitterstäbe rutscht und stürzt.

Plastisch. Drastisch? Evolution, in seiner aktuellen Form, spielt sich nur noch in der Welt der Gedanken ab. Cutting edge – pop culture. Wiederholungen: Immer, solange sie einem nicht bewusst sind. Bonne chance pour la nuance. Die neue Art der Leistungsfähigkeit in der post-ideellen Gesellschaft, wo “Arbeit durch Zeit” zwar schon als primitiv gilt, der Geist des Faust dennoch alles durchdringt. Verschmilzt höchstens mit dem Bedürfnis nach Befriedigung, dem hedonistischen Gegenpol. Oh geliebte Dichotomie! Unsere Krippe und unser Sarg… glücklich sei derjenige, der sich die ganze Vielfalt der Süchte leisten kann!

Plakativ? Destruktiv. Meine Kryptik ist auch nur ein weiterer Schleier über meine Vernunft. Aber geziert, mit lebhaftem Muster, in dessen goldenen Glanz jeder sich selbst erkennt. Verliert. Verloren… nein, einfach nur verloren. Chaos ist der stabilste Zustand.

Und wir fallen. Der Boden war hässlich, er klebte, machte uns krank und brachte den Tod, aber als wir ihn zerschlugen, waren darunter nur Sterne in weiter Nähe, funkelnagelneue Sterne. Wir fallen endlos. Und jeder geht mit der Schwerelosigkeit auf andere Art und Weise um. Dieser Gedanke hat kein erfüllendes Ende? Was im Leben hat das schon – wirklich?

Weg von alledem. Keine Kategorien heute, keine Vergleiche, kein Wettbewerb, keine Wertung. Keine Sprache, keine Grenzen, kein Verlangen, keine Fesseln. No worries, no fear, no causality, no sugar tonight. Kein oben und kein unten wohin ich falle. Nur die Sterne. Und kein anderer Gedanke dabei als die Hoffnung dass mich jemand dabei hört: Don’t forget to catch me.

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Suggested listening: Bandits – Catch me, The Strokes – Ask me anything

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