wir fallen nicht,

von Flo

…wir legen uns nur hin. zwei erklärungen für eine sommerpause.

1. perspektivisch-verzerrt: für philosophen und betrachter.

wir fallen nicht, wir legen uns nur hin. und wenn wir liegen, sieht alles anders aus:

oder habt ihr das schon einmal probiert? wenn man rennt, sieht man gar nichts, wenn man geht ziehen die dinge vorbei, wenn man sitzt spürt man seine beine, und wenn man liegt: sind alle dinge etwas größer.
ich glaube, wir rennen schon eine weile (2 jahre waren es neulich), ohne jedoch abzuheben, vielleicht im kreis, etwa wie ein formel 1-bolide ohne aussicht auf die stockerlplätze, wie österreichs kommentatorenlegende heinz prüller erklärt hätte.
ok, zeit die perspektive zu wechseln, das wollten wir ja immer, und die dinge etwas größer zu sehen, das geht nicht im laufen. die “überhaupts” stehen fest an der selben stelle, zum betrachten. deswegen legen wir uns hin. für einen moment. um dann nicht länger rennen zu fahren – der wahre gewinner ist der, der vom ring auf die fernstraße findet. neue welten, sie verstehen.
in zwei bis drei wochen halten wir wieder an dieser stelle, und nehmen alle mit. noch mehr gewinnt, wer nicht allein im boliden sitzt, sondern seine freunde auf eine busreise mitnimmt. wir: bald mit übersichtlicherem fahrplan. bis dann.

2. mit dem befremdlichen verknüpft: für musikfreunde.

wir fallen nicht, wir legen uns nur hin. und wenn wir liegen, geht es weiter mit delbo:

vergessen im hohen gras
vielleicht verschwunden am meeresstrand (…)
sucht sie seit vielen tagen schon
nach zwei füßen die zu ihr gehören
nach ihren knien kann sie nichts mehr sagen
sie sucht nach einer art sich fortzutragen.

es wummert, es kracht, und schiebt sich im kreis – irgendwas funktioniert nicht, halt, läuft nicht!, und wie delbos lyrische ichin begeben wir uns jetzt auf die suche. allerdings wird man in diesem hohen gras, auf knien robbend, in dem wir die lösung vermuten nicht so gut gesehen. wir verstecken uns und gucken raus. jetzt. warum? weil: wir seit vielen tagen schon suchen, nach einer art uns fortzutragen. nach dem paar konzeptioneller oder inhaltlicher füße, die aus einem viersamen sitzen am meeresstrand ein online-magazin machen. nach unseren knien hört man uns, irgendwie, nichts mehr sagen. das ist nicht weit.

aber, wieder delbo: “dann, wieder, viel viel tiefer drin. klappert er tapfer, der kleine apparat.”
wir kommen wieder, keine frage. etwa ende juli. bis dahin muss selber gehört werden, was erzählt wird.

oder 3. als notiz, klartext: wir sortieren uns. but we’ll be right back. in zwei bis drei wochen geht es weiter. und: ein bisschen vorweg greifen wir mit dieser abmeldung schon. ihr dürft gespannt sein, wenn ihr das lest.

gruß mit angeheftetem dank für die geduld,
nach schwedenaufenthalt zurück in deutschland,
flo

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