Schwedische Gardinen: Dunkel

von Matthew

 Der zust�ndige Praktikant riss sich � unter sichtlicher �berwindung � von seiner Solitaire-Partie am Monitor los, blieb beim Aufstehen an der Maus h�ngen und machte mit einem laut vernehmlichen �Schei�e� seinem �rger Luft. Nachdem er beim Faxger�t angekommen war, griff er missmutig zum Papierstreifen, der noch warm war und ein angenehmes Gef�hl auf der Haut verursachte. Er warf einen Blick auf die Nachricht, schrak zusammen und f�hlte sich zum ersten Mal in seiner inzwischen dreimonatigen Zeit beim Rjiksblad gefordert. BeKeNnErScHrEiBeN stand in abgeschlagenen Typen quer �ber dem Papier. Er stolperte zur T�r, kehrte noch einmal um, griff nach seinem Schl�sselbund und lief klappernd durchs neonhelle Treppenhaus, hinauf zur Chefredaktion.

Rinnthanen stand vor der offenen T�r, blinzelte ins Dunkle und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Wie konnte es sein, dass trotz eines unversehrten polizeilichen Siegels, trotz aller �blichen Vorkehrungen ganz sicher schon jemand vor ihnen im Haus gewesen war? Direkt vor ihm lag ein wei�er Zettel auf dem Boden, auf dem sich eine Schrift von der R�ckseite durchzeichnete. W�hrend unter seinem Schuh der Gummi quietschend der Bewegung folgte, drehte er sich um und rief laut zu Andersson hin�ber, der mit m�den Bewegungen versuchte, sein Kleingeld zu z�hlen. �Komm mal r�ber und sag mir was du hiervon h�ltst.� Unwillig brummte der Kollege etwas vor sich hin, um sich vom erg�tzenden Anblick der Karte loszurei�en und dem Ruf zu folgen. Als er, etwas au�er Atem, ankam, nuschelte er ein �Wassis?�, ehe Rinnthanen f�rmlich sp�rte, wie die Gestankswolke sie beide mit etwas Verz�gerung erreichte. �Hier�, sagte er und wies mit der Hand auf den Papierbogen der vor den beiden lag. Seien Augen hatten sich inzwischen an die Dunkelheit gew�hnt und er konnte die Umrisse der dahinterliegenden Diele ausmachen.

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