Jobs der Zukunft

von Christoph

Selbst für absolvierte Akademiker ist das alles nicht mehr so leicht mit der Berufsaussicht. Die Berichte über unbezahlte Praktika gehen in den Dauerzustand über, allüberall im Land werden Arbeitsplätze abgebaut, Flexibilität gefordert. Das kann so nicht mehr weitergehen: fallen-legen.de präsentiert daher hier nun exklusiv unsere Vorschläge für zukunftsträchtige Berufe.

Der Kellner-Träger: Ein jeder kennt es, das Gefühl allein und verlassen auf der Welt zu sein. Insbesondere in Restaurants wartet man bisweilen (gefühlte) Stunden auf den Kellner, der dann erstmal die Speisekarte bringt. Bis zu Aufnahme der Bestellung vergeht dann noch einmal ein Erdzeitalter, ehe dann das Essen auf den Tisch kommt, steht man kurz vor der Rente. Damit ist nun Schluss – der persönliche Kellner-Träger steht am Tisch und trägt den Kellner dann einfach herbei, wenn man seine Bestellung aufgeben möchte. Vorraussetzung – neben einer gewissen Geduld – ist die sportliche Fitness (Kellner werden mit der Zeit einen gewissen Fluchttrieb entwickeln) und ein verbindliches, freundliches Auftreten.

Der Akku-Verkäufer: Im entscheidenden Moment ist er leer, der Handy-Akku. Auf langen Zugfahrten, zu Besuch im hintersten Dorf (das bis heute ohne Elektrizität auskommt), auf der Autobahn. Damit ist nun Schluss: Verkauften bisher fliegende Händler und der Bord-Service am Zug nur Zeitungen oder Nahrungsmittel, so werden unzählige Männer und Frauen ihr Brot mit dem Verkauf von geladenen Handy-Akkus verdienen. „Moment, ich ruf gleich noch mal an, muss nur eben einen neuen Akku kaufen“. Vorraussetzung neben körperlicher Ausdauer ist eine gewisse Tragfähigkeit, die Vielfalt an Akkutypen bringt einen vollen Rucksack mit sich…

Schließlich wäre noch das Berufsbild des Karten-Trägers eine sichere Beschäftigung in nicht allzu ferner Zukunft: Bei jedem von uns nimmt die Kartenvielfalt in der Geldbörse zu, EC-Karte, Kreditkarte, Kundenkarte, Paybackkarte, Telefonkarte, Vielfliegerkarte, Studentenausweis, Führerschein, Jugendherbergskarte, Geldkarte, BahnCard, Versicherungskarte, um nur eine kleine Auswahl vorzustellen. Zusammen mit den zugehörigen Geheimnummern, Identitäten, Bestätigungsnummern gibt das ein fröhliches Sammelsurium an Informationen. Hier kommt der persönliche Kartenträger ins Spiel: Er verwaltet die Karten, sortiert abgelaufene Modelle aus und hilft dem Besitzer bei der Suche nach der richtigen PIN. Voraussetzung neben unbedingter Diskretion und einem guten Gedächtnis ist Nervenstärke, die hilft, auch unter großem Druck die richtige Karte zu zücken.

Weitere Berufsbilder erschließen sich nach einiger Suche bald – ob das wohl mit einer höheren Selbstverantwortung von Arbeitssuchenden gemeint ist? So sieht die Zukunft aus…

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