Wer früher stirbt ist länger tot

von Mario

Das ist mein Bayern! Nicht Laptop und Lederhosen, nicht stumpfes CSU-Wählertum und Katholizismus, sondern Lausbubentum, Mundart und Rock!

Wer früher stirbt ist länger tot, ist schräg und überdreht, deftig schwarzhumorig und kindlich respektlos auch und gerade weil es um den Tod geht. Denn der ist für den kleinen Sebastian Schneider, Sohn eines Wirtes in einem idyllischen bayrischen Dorf, die größte Gefahr. Wenn er stirbt muss er, dass hat ihm sein großer Bruder gesteckt, für seine Taten ins Fegefeuer. Und das nicht zu knapp, schließlich, so behauptet es zumindest der Bruder ist er Schuld am frühen Tod ihrer Mutter. Von nächtlichen Fegefeueralptraumvisionen geplagt macht sich Sebastian ans Werk, versucht durch die unfreiwilligen Ratschläge der Stammtischler und des schrulligen Radiomachers Alfred ermutigt unsterblich zu werden um so dem Fegefeuer zu entkommen. Ubd als daraus nichts wird, beginnt er mehr zielstrebig als zielgenau seinen Vater mit einer neuen Frau zu verkuppeln um so seine Schuld wieder gutzumachen.


Bild: roxyfilm

Wer früher stirbt ist länger tot gefällt ist genial, egal ob in der detail- und kenntnissreichen Inszenierung des bayrischen “Landlebens” oder in psychedelischen Traumsequenzen und Nahtoderfahrungen. Die wilde Mischung aus Moderne, Brauchtum, Glaubens- und Sagenfetzen geht mitreißendkomisch, deftig schwarzhumorig und – wenn man aufgehört hat zu lachen – manchmal sogar tiefgründig philosophisch mit dem Tod um. Unbedingt anschauen!

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Ein Kommentar.


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